Verfahren im Umgang mit Verletzungen der sexuellen, körperlichen und seelischen Unversehrtheit

Unter Opferschutz verstehen wir, dass Betroffenen in angemessener Weise und Schrittfolge Hilfe zuteil wird, die sie aber nicht erneut unangemessen belastet oder ggf. überfordert. Die Ansprechpartnerin informiert, vermittelt den Betroffenen Gespräche mit verschiedenen Beratungskräften (siehe 2), erläutert den rechtlichen Rahmen. Sie übernimmt nicht die Rolle der eigentlichen Beraterin/Therapeutin.

 Zur weiteren Beratung von Betroffenen steht ein ständig aktualisiertes Netzwerk von Beratungskräften (männliche und weibliche) aus dem psychologisch-therapeutischen, dem medizinischen und dem seelsorglichen Bereich zur Verfügung, einschließlich der öffentlichen Beratungsstellen. Bei diesen können die Betroffenen geschützt von ihrem Erleben berichten. Das Netzwerk wird von der Koordinationsgruppe

der Anlaufstelle „Schutzraum“ in Kooperation mit der Ansprechpartnerin der Anlaufstelle „Schutzraum“ geknüpft. Die Mitteilungen der Betroffenen an die Beratungskräfte bleiben streng vertraulich. B. Weitere evtl. notwendige rechtliche Beratung Betroffener durch Juristen und Rechtsberater wird vermittelt.

 

Die Leiterin der Anlaufstelle informiert mit Einverständnis der Betroffenen zwei Kontaktpersonen der

Koordinationsgruppe der Anlaufstelle „Schutzraum“ über die Fälle, Verdachtsfälle bzw. Anschuldigungen gegen mutmaßliche Täter. Gemeinsam entscheiden diese drei Personen, ob und wer jeweils in den betroffenen Leitungsgremien (Bundesleitung, Kreisvorstand, Gemeindeleitung) zu unterrichten ist, und ob sie ggf. selbst dort tätig/vorstellig werden müssen. In jedem Einzelfall muss auch die Frage nach der Notwendigkeit einer Strafanzeige immer wieder neu geprüft werden.

Auf Anfrage gibt die Leiterin der Anlaufstelle - soweit rechtlich zulässig - den Opfern Auskunft über den Stand des Verfahrens.